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Ein alphabetischer Streifzug durch die Welt des Bobsports

 
A -
Athleten, Auslosung N -Nennungen
B -
Bahn O -Olympia
C -
Clean P -Parameter des Bobs
D -
DBSV Q -Qualifikation
E -
Europameisterschaften R -Reglement
F -
F.I.B.T. S -Start
G -
Gewicht T -Training
H -
Helfer U -Umstellung, Unterbrechung
I -
Integralhelm V -Versicherungen
J -
Jury W -Wetter, Weltcup
K -
Kühlung, Kufen X -x-mal probiert
L -
Lenkung, Lizenz Y -Yeti
M -
Mut Z -Zeitmessung
 

 
 
Athleten : Da mit dem Bobsport erst mit ca. 18 Jahren begonnen werden sollte, kommt der größte Teil der Athleten aus anderen Sportarten. Aufgrund der speziellen Anforderungen an Schnellkraft und Sprintvermögen, sind dies meistens Sportler aus der Leichtathletik. Der ideale Bobfahrer ist mindestens 90 kg schwer, läuft die 100 m unter 11:00 sek, kann sich gut in ein Team integrieren und hält sich auch schon mal bei nicht so schöner Witterung den ganzen Tag im Freien auf. 
Auslosung : Sie erfolgt für den Wettkampf öffentlich namen- und nummernmäßig durch die Jury. Die Startnummern sind nicht übertragbar und müssen in Originalform in der Mitte der Haube aufgeklebt werden. 
 

     

Bahn : Um für die Austragung offizieller F.I.B.T. Wettbewerbe zugelassen zu werden, muß eine Bahn eine Mindestlänge von 1500 m bei natürlicher Vereisung und 1200 m bei künstlicher Vereisung, ein Durchschnittsgefälle von mindestens acht Prozent und an keiner Stelle mehr als 15 Prozent Höchstgefälle aufweisen. Die Breite darf 140 cm nicht überschreiten und die Seitenwände müssen mindestens 50 cm hoch sein.  
 

     

Clean : Doping ist verboten. Dopingkontrollen erfolgen nach den Regeln der von der F.I.B.T. erlassenen Ordnung. Sie lehnen sich stark an die IOC-Regeln an. Zusätzlich zu den Kontrollen im Wettkampf, wo meistens aus den drei erstplazierten Teams und einem zufällig ausgewählten, jeweils ein Sportler ausgelost wird, werden in Deutschland und anderen Ländern spontane Trainingskontrollen durchgeführt. 
 

     

 
DBSV : Deutscher Bob- und Schlittensportverband e.V. . Geschäftsstelle : An der Schießstätte 6, 83471 Berchtesgaden, Tel.: 08652/95880, Fax : 08652/958822, Geschäftsführer ist Günter Gscheidlinger und Präsident Klaus Kotter. 
 

     

Europameisterschaften : Werden seit 1914 ausgetragen. Von ca. 1929 bis 1964 erhielt die bei den Weltmeisterschaften bestplazierte europäische Mannschaft den Titel eines Europameisters. Ab 1965 werden die Europameisterschaften separat ausgetragen und werden zur Zeit gleichzeitig als Weltcuprennen gewertet (wobei dabei natürlich die außereuropäischen Nationen in die Wertung mit einbegriffen werden). 
 

     

F.I.B.T. : Die Fédération Internationale de Bobsleigh et de Tobogganing wurde am 23. November 1923 in Paris gegründet. 
 

     

Gewicht : Das Maximalgewicht der Bobs mit Mannschaften einschließlich Ausrüstung darf 390 kg im Zweier und 630 kg im Vierer nicht überschreiten. Das zulässige Maximum darf durch das Anbringen von Gewichten erreicht werden, die fest mit dem Bob verbunden sein müssen. 
 

     

Helfer : Unentbehrlich wie in allen anderen Sportarten auch sind die vielen Helfer , welche die Ausführung der Wettkämpfe erst ermöglichen. Gerade im Bobsport, wo neben der athletischen Vorbereitung der Sportler auch noch die Bahn und die Bobs präpariert werden müssen sind neben Trainern und Physiotherapeuten gerade die Mechaniker und  Bahnarbeiter unentbehrlich. An sie und die vielen anderen Helfer, wie z.B. Zeitnehmer, Techniker und Kampfrichter geht auf diesem Wege der Dank der Sportler, denn ohne sie wäre die Durchführung der Rennen nur schwer denkbar. 
 

     

Integralhelm : Das Tragen eines Vollschutzhelmes bei Trainings- und Wettkampffahrten ist nicht nur Pflicht, sondern sicherlich auch angebracht. 
 

     

Jury : Die Jury ist das oberste Organ des jeweiligen Wettbewerbs. Präsident der Jury bei Weltcup-Veranstaltungen ist der durch das Präsidium der F.I.B.T. ernannte Technische Delegierte. 
 

     

Kühlung : Das kältetechnische Prinzip ist einfach. NH3(Ammoniak)-Kältemaschinen sorgen für einen Kältemittel-Zwangsumlauf mit direkter Verdampfung bei einer Temperatur von ca. minus 16 Grad in den Rohren. In der Altenberger Anlage beispielsweise liegen fast 90 km Rohre - einbetoniert in die Trasse, womit durch die Leistung der Kältemaschinen vón 2880 kW auf der Bahn bis zu einer Außentemperatur von plus 15 Grad gefahren werden kann. Die Bahn selbst besteht aus einer ca. 13 cm dicken Betonschale, in die Kühlrohre eingelagert wurden. Aus bau- und kältetechnischen Gründen ist die Bahn in Beeisungsabschnitte unterteilt, die durch Dehnungsfugen getrennt sind. Die Rückseite der Bahn ist isoliert, um Kälteverluste zu vermeiden. Die Eisschicht wird durch Unterkühlen der Bahnschale und gleichmäßigem Aufsprühen von Wasser erzeugt. Die Kälteanlage - in der gleichen Grundausstattung arbeitet sie auch bei anderen künstlich vereisten Sportbauten - ist in verschiedene Leistungsstufen unterteilt, um auch bei den unterschiedlichsten Witterungsbedingungen eine gute Eisqualität bieten zu können. 

Kufen : Jede Kufe muß aus einem massiven Stück Stahl konstanter chemischer Zusammensetzung bestehen, wobei die Höhe des Stahlkörpers mindestens 3,5 cm (im Zweier) bzw. 4,0 cm (im Vierer) betragen muß. Ihre Temperatur darf nicht mehr als 4, 0 Grad Celsius von einer im Freien sonnengeschützt hängenden Bezugskufe abweichen. Die Kufen können zwischen den Läufen in einem festgelegten Zeitraum mit Schleifpapier (ohne chem. Zusätze) präpariert werden. Kufenwechsel ist nur bei Beschädigung mit Genehmigung der Jury gestattet. 
 

     

 
Lenkung : Die Lenkbewegungen des Piloten werden mittels Lenkseilen direkt über Umkehrgelenke zur Vorderachse übertragen.
  
Lizenz :  Alle Aktiven müssen gültige F.I.B.T.-Lizenzen besitzen. Startberechtigt bei F.I.B.T.-Bewerben sind nur die von den Mitgliedsverbänden gemeldeten Mannschaften. Sie müssen die Staatsangehörigkeit des betreffenden Landes aufweisen oder ihren festen Wohnsitz für mindestens 36 Monate vor der Austragung des Bewerbes in dem betreffenden Land haben. 

     

Mut : Gehört in einer Rennsportart, in der Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 140 km/h erreicht werden, dazu. Allerdings nicht im Sinne von Leichtsinnigkeit, sondern eher als Respekt vor der Geschwindigkeit, welcher in einer gesteigerten Aufmerksamkeit und Konzentration zum Ausdruck kommen sollte. 
 

     

Nennungen : Nennungen haben schriftlich zu erfolgen. Mit ihrer Abgabe erkennen die Teilnehmer das internationale Reglement der F.I.B.T. an. 
 

     

Olympia : Die alle 4 Jahre ausgetragenen Olympischen Winterspiele zählen auch bei den Bobsportlern zu den absoluten Höhepunkten der sportlichen Karriere. Olympische Disziplin war der Bobsport von den ersten Winterspielen 1924 an. Lediglich in Squaw Valley gab es keine olympischen Bobrennen. 
 

     

Parameter des Bobs : Sie sind im F.I.B.T.-Reglement festgelegt. Darin stehen u.a. folgende Abmessungen: Spurbreite 67 cm, Abstand von der Spitze der Vorder- bis zum Ende der Hinterkufen maximal 270 cm (im Zweier) bzw. 335 cm (im Vierer(; Querteilung des Bobs zwischen Vorder- und Hinterachse, Maße der Verkleidung u.s.w..Die Abnahme der Geräte und Ausrüstungen erfolgt bei den ersten beiden offiziellen Rennen der Saison durch vo Präsidium beauftragte Mitglieder der Technischen Kommission. Dies schließt jedoch Stichproben seitens der Jury bei anderen Rennen nicht aus. 
 

     

Qualifikation : Eine Qualifikation im Training vor dem Rennen wie in der Formel 1 gibt es im Bobsport nicht. Die Einordnung der Bobs in die Gruppen zum Rennen geschieht nach einem Punktesystem, welches auf den vorangegangenen Rennen basiert. 
 

     

Reglement : Das Reglement der F.I.B.T. bildet den technischen bzw. sportlichen Rahmen, dessen Überschreitung (z.B. Gewichtsüberschreitung, zu warme Kufen u.s.w.) eine Disziplinarstrafe bis zu einer Disqualifikation nach sich zieht. 
 

     

Start : Nach Freigabe der Bahn durch ein akustisches und optisches Signal ist innerhalb von 60 sek zu starten. Aufgrund der eng gefaßten technischen Definition der Bobs und der daraus resultierenden relativen Leistungsdichte der Mannschaften auf diesem Gebiet, ist der Start im modernen Bobsport ein dominierender Faktor bei der Vergabe der abschließenden Plazierungen. 
 

     

Training : (im Wettbewerb) Bei Olympischen Winterspielen und Weltmeisterschaften ist das offizielle Training mit jeweils acht Fahrten im Zweier und Vierer anzubieten. Bei Kontinentalmeisterschaften und Weltcuprennen sind sechs Läufe im Zweier und vier im Vierer anzubieten. Zum Wettkampf werden nur Piloten zugelassen, die mindestens drei davon sturzfrei absolviert haben. 
(athletisches Training) Das athletische Training der Bobsportler in den Monaten zwischen zwei Saisons (der Wintersportler wird bekanntlich in den Sommermonaten gemacht) beinhaltet neben Schnellkrafttraining und Ausbildung des Sprintvermögens auch mannschaftliche Startübungen auf Rollenbobs. 
 

     

Umstellung : Aufgrund eines neuen Reglements, wonach bei einer Weltcupveranstaltung am Samstag der Zweier- und am Sonntag der Viererwettbewerb ausgetragen wird, bedeutet dies für die Piloten eine nicht zu unterschätzende Umstellung zwischen den verschiedenen Fahreigenschaften eines Zweier- bzw. Viererbobs.  

Unterbrechung : Die Jury kann eine Unterbrechung aufgrund Beschädigung der Bahn, aus Witterungsgründen, bei technischen Ausfällen usw. beschließen. Nach der Unterbrechung hat die nachfolgende Mannschaft eine entsprechende Vorbereitungszeit. 
 

     

Versicherungen : Für jeden Aktiven müssen Unfall- , Invaliditäts- und Haftpflichtversicherung abgeschlossen sein. 
 

     

Wetter : Wie bei anderen Wettbewerben in der freien Natur spielt das Wetter eine nicht unwesentliche Bedeutung. Die auf unterschiedliche Witterungseinflüsse qualitätsmäßig verschieden reagierenden Materialien (vor allem der Kufen) verlangen ausgiebige Tests im Vorfeld und die richtige Entscheidung des Materialeinsatzes zum Rennen. 

Weltcup : Er besteht aus 6 Zweier- bzw. Viererrennen pro Saison, von denen die fünf besten Ergebnisse einer Mannschaft in die Wertung kommen. Sie erfolgt nach Plazierungspunkten. Teilnahmeberechtigt sind pro Land und Rennen Drei Zweier und drei Vierer. In einer Weltmeisterschaftssaison kann der momentan Weltcupführende in der jeweiligen Disziplin eine zusätzliche dritte Mannschaft zum Weltmeisterschaftsrennen stellen. 
 

     

X-mal probiert : Und doch nicht geklappt. Gerade weil sich der Bobsport aus so vielen unterschiedlichen Komponenten zusammensetzt (Start, fahrerisches Können, Material, Witterung), wird man das Optimum der Gesamtleistung nie ganz erreichen. 
 

     

Yeti : Obwohl in den winterlichen Bergregionen dieser Welt zuhause, ist uns dieser Sportsfreund noch nie begegnet. 
 

     

Zeitmessung : Es müssen zwei unabhängig voneinander funktionierende Zeitmeßanlagen in Betrieb sein. Die Bewertung ergibt sich aus der Addition der Laufzeiten, die elektronisch mit einer Genauigkeit von einer Hundertstel Sekunde gemessen werden. Zeitgleichheit ergibt den gleichen Rang. Um in Wertung zu kommen, nuß die Mannschaft komplett und mit dem Bob das Ziel passieren.